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Die Isenburg
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Baubeschreibung und Sanierungsarbeiten 2006-2007 ( Die Isenburg ist im Kern eine romanische Höhenburg. Sie liegt auf einem Bergrücken an der Straße von Bendorf nach Dierdorf, umgeben von tief eingeschnittenen Tälern von Sayn-, Iser-, Wiebels- und Ommelsbach, inmitten des gleichnamigen Ortes auf einer Höhe von rund 190 m ü. NN. In der Gründungsphase des Vereins, im Herbst 2004, lag die Burg noch unter relativ dichtem Bewuchs (Abb. 1). Bereits im Frühjahr 2005, unmittelbar nach Gründung des Vereins, war die Burg von Bewuchs frei geschnitten (Abb. 2).
Der alte historische Weg zur Burg führte vom heutigen Parkplatz bei der Pfarrkirche in Richtung Süden, durch das untere Tor zur Burg hinauf. Inzwischen hat der Verein eine neue Zuwegung von Westen direkt über den Burgberg angelegt, der im oberen Bereich auf den alten Burgweg trifft. Der historische Weg ist leider verwehrt, da er in Privatbesitz ist. Im inneren Bering der Burg - die Burg ist rundum von einer Ringmauer umgeben, die sich im Süden nur noch in Fragmenten zeigt - setzt sich der Burgweg in Südrichtung fort und knickt dann nach Norden ab und trifft hier auf eine steinerne Brücke, die in den inneren Bereich der Kernburg hinauf führt. Durch einen Rundbogen in der Brücke (Abb. 3), der mit einem Holztor verschlossen werden konnte, wie Kanäle von Sperrbalken in der Wand belegen, gelangt man in die Vorburg, von der kaum noch Reste auszumachen sind. Hier wohnten wohl die Bediensteten und hier standen die Ökonomiegebäude. Bevor man die Kernburg erreicht, liegt im Westen ein Gebäudeteil, der wahrscheinlich als Tor- oder Pfortenhaus zu interpretieren ist. Die Kernburg liegt auf einem ca. 60 x 23 m messenden Felsplateau und besteht zunächst aus einem nördlichen Burghof, der durch eine in Resten vorhandene Scheidmauer vom zweiten südlichen Hof getrennt war. Von dem von Krause im Grundriss von 1930 aufgezeigten Gebäude c (siehe Grundriss) im nördlichen Burghof sind oberirdisch kaum Mauerreste übrig geblieben. Im Westen des nördlichen Hofes steht Gebäude d (Abb. 4+5), das sich noch über drei Stockwerke erstreckt und zum Tal hin große Fensteröffnungen mit Segmentbögen aufweist. Das Gebäude war sowohl innen als auch außen verputzt. Die Bauzeit ist wahrscheinlich in die frühe Zeit der Gotik zu datieren. Im Anschluss an Gebäude d in Südrichtung befindet sich auf der Westseite ein Hausgiebel, der von Gebäude f stammt (Abb. 6), das ansonsten untergegangen ist und ursprünglich an den Bergfried angefügt war. Der Giebel von Gebäude f, das ein Satteldach trug, zeigt auf der Südseite einen Kaminzug und im oberen Stockwerk Reste von Innenputzen.
Der Wohnturm/Bergfried g (Abb. 7+8) steht im Südwesten an höchster Stelle der Burg und gilt nach heutigem Bauforschungsstand als der älteste Bauteil. Er misst außen ca. 9 x 9 m und weist eine Mauerstärke von ca. 1,90 bis 2,10 m bei einer Höhe von ca. 17 m auf. Er hatte vier Stockwerke. Putzreste belegen, dass der Bergfried innen und außen verputzt war.
Im Südosten steht Gebäude h (Abb. 9+10+11). Es handelt sich nach dem neuesten Stand der Bauforschung um das Isenburgische oder Alte Haus und ist wohl das älteste Burghaus. Dafür spricht nicht nur die Bezeichnung 'Altes Haus', sondern auch seine romanischen Bauelemente sowie ein Ergebnis einer dendrochronologischen Untersuchung eines Eichenbalkens. Danach wurde Haus h um 1175 erbaut. Es handelt sich wohl auch um das größte der vier ehemaligen Geschlechterhäuser, in einer Höhe und Länge von ca. 17 m und vier Stockwerken. Der Grundriss war rechteckig. Das Gebäude weist noch heute Ansätze von Rundbogenöffnungen auf. Aufgrund von seltenen Innenputzflächen hat sich die Landesdenkmalpflege zu einer aufwendigen Putzsanierung entschlossen. Erhalten geblieben ist im Westen eine L-förmige Wandscheibe von 17 m Höhe und im Osten eine niedrigere, aber stärkere Mauerscheibe. Haus h ist das Burghaus, an dem der Verein mit seinen Sanierungsarbeiten begonnen hat.
Im Osten schließt sich an Haus h ein Eckturm an, der im Grundriss mit Gebäude i bezeichnet wird und über den bisher kaum Erkenntnisse vorliegen (Abb. 12). Zwischen Haus h und dem Bergfried steht ein kleiner quadratischer Abortturm (Abb. 13+14).
Text und Fotos: Eugen Wasser
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Freundeskreis der Isenburg e. V.
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56271 Isenburg
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